Christoph Piesbergen

Zur Homepage von C. Piesbergen



Department Psychologie (Bild mit Link)
Fachstudienberatung Klinische Psychologie und Psychotherapie


Bild der Fakutät 11 mit Link



Hier finden Sie:
1. Namen und Erreichbarkeiten der Fachstudienberater für Psychologie und andere wichtige Adressen
2. eine allgemeine Übersicht des Aufbaus und der Inhalte des 2. Studienabschnitts Diplom Psychologie
3. einen Studienplan für den 2. Studienabschnitt mit den Anlagen 4-6 der DPO
4. Hinweise zu den studienbegleitenden Praktika
5. Eine Beschreibung zum Studienverlauf des Schwerpunkts Klinische Psychologie im Bachelor-, Master- und Diplomstudiengang
6. Möglichkeiten zur Vorbereitung des Berufseinstiegs schon während des Studiums
7. Informationen über Berufsfelder und Berufsaussichten für Psychologen mit Diplom-, Master- oder Bachelorabschluss







Fachstudienberater(innen)


Studienfachberatung zum ersten Studienabschnitt im Diplom- und Bachelorstudiengang Psychologie
Prof. Dr. Heiner Deubel (Tel.
(089)-2180-5282, Sprechstunde: Di 13-14 (ohne Voranmeldung), Raum 3208, Leopoldstr. 13), ebenso Fachberatung für den englischsprachigen Masterstudiengang Neuro-Cognitive Psychology.

Studienfachberatung für allgemeine Fragen zum zweiten Studienabschnitt im Diplomstudiengang Psychologie
Dr. Christoph Piesbergen (Tel.: (089)-2180-5177, Sprechstunde: Mi 15-16, ohne Voranmeldung, aktuelle Änderungen der Sprechzeit, z.B. in der vorlesungsfreien Zeit, siehe Kasten auf der Homepage, Raum 3308, Leopoldstr. 13), ebenso Fachberatung für Klinische Psychologie und Psychotherapie.

Arbeits- und Organisationspsychologie:
Dr. Ralph Woschée (Tel.:
(089)-2180-6362, Sprechstunde: Di 13:30-15:00), E-mail: woschee@psy.lmu.de

Klinische Neuropsychologie:

Prof. Dr. Karin Münzel (Tel.:
(089)-2180-3118, Sprechstunde: Di 11-12 n.V.), E-mail: muenzel@psy.lmu.de

Pädagogische Psychologie:
Dr. Christof Kuhbandner (Tel.:
(089)-2180-5086, Sprechstunde: Mi 14-15), E-mail: christof.kuhbandner@psy.lmu.de

Familienpsychologie:
Dr. Martin Schmidt (Tel.: (089)-2180-5190, Sprechstunde: Di 14-15), E-mail: mschmidt@psy.lmu.de

Annerkennung von Außenpraktika und Praktikumsbescheinigungen:
Dr. Christoph Piesbergen (Tel.: (089)-2180-5177, Sprechstunde: Mi 15-16, ohne Voranmeldung, aktuelle Änderungen der Sprechzeit, z.B. in der vorlesungsfreien Zeit, siehe Kasten auf der Homepage, Raum 3308, Leopoldstr. 13).
 
Für Angelegenheiten, die die Zulassung zum Psychologiestudium oder eine allgemeine Studienberatung betreffen, empfehle ich die Zentrale Studienberatung der LMU (erreichbar von Montag bis Freitag 9:00 - 12:00, Tel.: (089)-2180-2345 oder -2350; Fax: (089)-2180-2967).

Fragen zur Anerkennung bereits anderweitig erbrachter Studienleistungen in Psychologie und zum „Quereinstieg“ beantwortet das Prüfungsamt (Tel.: (089)-2180-5207 oder -5025.

Für Fachwechsel, Studiengebühren, Rückmeldung und Beurlaubung vom Studium etc. ist die Studentenkanzlei zuständig: Universitätshauptgebäude, Geschwister-Scholl-Platz 1, Raumgruppe E 011 bis E 114, Tel.: (089)-2180-2337 (Telefonsprechstunde: Di und Mi 14:00 - 15:30). Öffnungszeiten: Mo, Di, Mi, Fr. 8:30 - 12:00 (Wartemarkenausgabe bis 11:30), Do 13:30 - 15:30 (Wartemarkenausgabe bis 15:00).

Beratung für Psychologie als Nebenfach macht Hr. Dr. Hohl (Tel.: (089)-2180-5183 nur Mi 14:30 - 15:00 und Do 10:00 - 10:30).

Studienberatung für den internationalen Masterstudiengang Psychology of Excellence in Business and Education (englischsprachig) erteilen Ruth Maitland und Elena Varnavska (Tel.:
(089)-2180-3145, Mo - Do 11-12).

Auskünfte für Promotion und Doktorarbeit in Psychologie gibt Frau Jacobson vom Promotionsamt Dr. phil. (Tel.:
(089)-2180-3828). Die Neufassung der Promotionsordnung ist unter http://www.docphilol.uni-muenchen.de einzusehen.

Die Prüfungs- und Studienordnung für den Diplomstudiengang Psychologie können Sie hier einsehen und dann als PDF-Datei herunterladen. Dort finden Sie u.a. auch eine Empfehlung der Studieninhalte für jedes Semester.

Die Prüfungs- und Studienordnung für den Bachelorstudiengang Psychologie können Sie hier einsehen und dann als PDF-Datei herunterladen. Dort finden Sie u.a. auch die Studieninhalte für jedes Semester.

Das (kommentierte) Vorlesungsverzeichnis für Psychologie und der gesamten LMU sowie andere Informationen (z.B. Lehrpersonal, Hörsäle) finden Sie unter http://www.uni-muenchen.de/studium/studium_int/studium_lmu/vorlesungsverz_/index.html

Für Bafög und andere Förderungsmöglichkeiten ist das Studentenwerk München zuständig, siehe unter: http://www.studentenwerk-muenchen.de/finanzierung/


Aufbau und Inhalte des Studiums der Psychologie im 2. Studienabschnitt (Diplom)


Psychologie ist die Wissenschaft von den Formen und Gesetzmäßigkeiten des Erlebens, Verhaltens und Handelns des Menschen. Hierzu gehört sowohl das normale Erleben und Verhalten von Personen ohne psychische Auffälligkeiten als auch dasjenige von Personen mit psychischen Problemen oder Erkrankungen. Die Psychologie ist in der Regel bestrebt, allgemeine Gesetzmäßigkeiten psychischer Strukturen und Prozesse und ihrer verhaltenssteuernden Funktionen zu ermitteln, um auf dieser Basis wissenschaftlich wohlbegründete Vorschläge für die Veränderung von Verhalten in den unterschiedlichsten Praxisfeldern machen zu können.

Die universitäre Ausbildung verfolgt ein doppeltes Ziel: Die Psychologie soll als Wissenschaft in ihrer ganzen Breite dargestellt werden und gleichzeitig sollen auch elementare Fertigkeiten praktisch-psychologischer Arbeit vermittelt werden. Das Studium thematisiert daher intensiv das wissenschaftliche Rüstzeug, das benötigt wird, um sich nach dem Diplom eingehender mit einem praktischen Arbeitsfeld beschäftigen und zusätzliche praktische Qualifikationen erwerben zu können. So kann z.B. die Qualifikation als Psychotherapeut erst im Rahmen einer Zusatzausbildung an psychotherapeutischen Ausbildungsinstituten erworben werden. Auch andere Zusatzqualifikationen können in der Regel erst im Rahmen einer Fortbildung oder eines Aufbaustudiums nach dem Diplom erworben werden.

Um in den verschiedenen Arbeitsfeldern der Psychologie tätig werden zu können, ist während des Studiums zunächst eine breitgefächerte theoretische und methodologische Ausbildung erforderlich, auf der später Spezialisierungen aufbauen können. Dieser erste Studienabschnitt von vier Semestern (Grundstudium) wird mit der Diplom-Vorprüfung abgeschlossen. Darauf folgt der zweite Studienabschnitt (Hauptstudium), der nach fünf Semestern mit der Diplom-Hauptprüfung endet. Insbesondere im zweiten Studienabschnitt werden Kenntnisse und Grundfertigkeiten erworben, die im Hinblick auf eine spätere beratende oder diagnostische und therapeutische Tätigkeit notwendig sind. Die Studierenden lernen durch Mitarbeit in Lehrveranstaltungen und im Rahmen von Forschungsprojekten (Projekte im Rahmen der Schwerpunktfächer im zweiten Studienabschnitt) sowie durch eigene praktisch-psychologische Tätigkeiten (Außenpraktika im zweiten Studienabschnitt), psychologische Fragestellungen zu formulieren, wissenschaftlich begründete Lösungsansätze aus Theorien abzuleiten, empirische Untersuchungen zur Überprüfung der wissenschaftlichen Haltbarkeit von Theorien und zur Evaluation praktisch-psychologischer Interventionen zu entwerfen und umzusetzen.

Der zweite Studienabschnitt - das Hauptstudium - umfasst im wesentlichen das Studium der drei Anwendungsfächer (Klinische Psychologie, Arbeits- und Organisationspsychologie, Pädagogische Psychologie), der Methodenfächer (Psychologische Diagnostik und Evaluation/Forschungsmethodik), der beiden Schwerpunktfächer sowie die Grundlagenvertiefung, ein nichtpsychologisches Wahlpflichtfach und die Anfertigung einer Diplomarbeit. Eine jeweils halbstündige mündliche Prüfung in den beiden Schwerpunktfächern bildet den Abschluss des Studiums.

Anwendungsfächer

1. Klinische Psychologie und Psychotherapie
Gegenstand der Klinischen Psychologie sind Störungen des Erlebens und Verhal­tens, insbesondere die Beschreibung, Klassifikation und psychologische Erklärung dieser Stö­rungen sowie die psychologischen Methoden der Vorbeugung, der Beratung und der Therapie. Neben der Vermittlung von Fähigkeiten zur Entwicklung psychologischer Interventionsmetho­den und deren empirischer Überprüfung soll Anleitung gegeben werden zur Re­flexion und Kontrolle des eigenen Erlebens und Handelns in der klinisch-psycho­logischen Arbeit. Berücksichtigt werden sollen weiterhin Gegebenheiten und Ziele der psychosozialen Versorgungssituation und berufskundliche Aspekte in­stitutioneller Bedingungen. Dazu gehören u.a.:

Es werden zu diesen Themenkreisen in der Regel eine Einführungsvorlesung zu Geschichte, Störungslehre, Diagnostik und Intervention mit abschließender Klausur und drei begleitende Parallelseminare mit Gruppenreferaten angeboten, wovon nur jeweils eines von den Studierenden besucht werden muß.

2. Arbeits- und Organisationspsychologie

Im Fach Arbeits- und Organisationspsychologie werden in anwendungsorien­tierter Weise die theoretischen Grundlagen für die Analyse des Erlebens und Verhaltens in Organisationen, in Mensch-Maschine-Systemen unter Einschluss des Straßenverkehrs und auf dem Markt erarbeitet. Auf der Basis dieses Wissens wird in diagnostische und Interventionsverfahren eingeführt, die person- bzw. situationsbezogen zur Analyse eines gegebenen Ist-Zustandes und zur Verände­rung auf einen erwünschten Soll-Zustand hin beitragen können. Dazu gehören u.a.: 

Zu diesen Themen wird in der Regel eine zweiteilige Vorlesung ("Proseminar") mit einer gemeinsamen Abschlußklausur angeboten.

3. Pädagogische Psychologie
Die Pädagogische Psychologie befasst sich mit Theorien, Interventionskonzepten und Befunden im Bereich der intentionalen und funktionalen Erziehung. Sie um­fasst als Hauptgebiete die Bereiche der Familie, der Vorschule, der Schule, der Universität und der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Wichtige Themengebiete sind entwicklungspsychologische und sozialisationstheoretische Grundlagen, Psychologie des Lehrens und Lernens, pädagogisch-psychologische Diagnostik, Individual-, Familien- und Institutionenberatung sowie Familienbeziehungen.

Hierzu werden in der Regel eine Ringvorlesung mit Abschlußklausur und eine Reihe von vertiefenden Seminaren angeboten,
wovon jeweils eines von den Studierenden ausgewählt werden muß. Da nicht immer klar aus dem Vorlesungsverzeichnis hervorgeht, welche Seminare für das Anwendungsfach geeignet sind, empfiehlt es sich die jeweiligen Dozenten zu kontaktieren bzw. sich an die Fachstudienberatung für Pädagogische Psychologie zu wenden.

Methodenfächer

1. Psychologische Diagnostik

Die Psychologische Diagnostik beschäftigt sich mit der Erfassung von psycholo­gischen Merkmalen von Personen, Personengruppen und deren Umwelten in ihrer Anwendung auf Fragestellungen der psychologischen Praxis. Dazu sollen u.a. zählen:

2. Evaluation und Forschungsmethodik
In den Veranstaltungen des Hauptstudiums zum Methodenfach Evaluation und Forschungsmethodik werden die im Grundstudium erworbenen Kenntnisse der Methodologie in einer zweiteiligen Vorlesung und einem Seminar erweitert und vertieft. Es werden fortgeschrittene Forschungsmethoden behandelt, die in den angewandten Teildisziplinen der Psychologie und bei der Evaluation psychologischer Interventionsmaßnahmen gebräuchlich sind. Lehrstoff ist u.a.:


Schwerpunktfächer
Die Studierenden haben die Möglichkeit, aus dem Katalog der Anwendungsfächer sowie weiterer angebotener Fächer zwei Schwerpunktfächer sowie ein (freiwilliges) optionales Zusatzfach auszuwählen. Durch diese Wahlmöglichkeiten aus einem Spektrum verschiedener, zum Teil auch spezieller, interdisziplinärer Vertiefungsfächer soll eine große Flexibilität in der Gestaltung des Hauptstudiums erreicht werden, die von einer sehr breiten Orientierung bis hin zu einer starken Spezialisierung reicht. Im folgenden eine aktuelle (aber nicht verbindliche) Liste der ab Ende des 5. Semesters wählbaren ersten und zweiten Schwerpunktfächer:


Erste Schwerpunktfächer:

1. Arbeits- und Organisationspsychologie
Als Schwerpunktfach erforscht und gestaltet die Arbeits- und Organisationspsychologie Wechselbeziehungen zwischen Arbeits- und Organisationsbedingungen einerseits und menschlichem Erleben und Verhalten andererseits. Betrachtet werden dabei sowohl Individuen und Gruppen als auch Organisationen als Ganzes. Ziele sind
2. Klinische Psychologie und Psychotherapie
Im Schwerpunktfach Klinische Psychologie und Psychotherapie wird neben der theoretischen Vertie­fung die psychologisch-therapeutische Arbeit in den Vordergrund gestellt. Dazu zählen theoretische und praktische Erarbeitung und Anwendung verschiedener klinisch-diagnostischer Verfahren, Vermittlung psychologisch-therapeutischer Basisfertigkeiten in Selbsterfahrung, Cotherapie und supervidierter Fallarbeit. Praxisnahe Inhalte aus den relevanten Therapierichtungen werden unter Einbeziehung von in diesem Bereich tätigen Lehrbeauftragten vermittelt. In Projektseminaren besteht die Möglichkeit, an theoretisch wie praktisch relevanten Fragestellungen spezielle Methoden der Forschung und der Praxis zu vertiefen und anzuwenden.

3. Klinische Neuropsychologie
Die Neuropsychologie befasst sich mit den verschiedenen Funktionsstö­rungen, die nach einer angeborenen oder erworbenen Hirnschädigung in den Be­rei­chen Wahr­nehmung, Aufmerksamkeit, Lernen und Gedächtnis, Denken, zielge­richtetes Han­deln (einschließlich Sensomotorik), Motivation und Emotionalität auftreten können. Zu den zentralen Aufgaben der Neuropsychologie gehören die Diagnostik und Behandlung der verschiedenen Funktionsstörungen sowie die Integration der verschiedenen therapeutischen Maßnahmen in ein ganzheitliches Rehabilitationskonzept mit hoher ökologischer Validität, die auch die Lebensqualität der Patienten und ihrer An­gehörigen einschließt. Zu den Studieninhalten zählen u.a.:
4. Pädagogische Psychologie
Die Pädagogische Psychologie befasst sich mit Theorien, Interventionskonzepten und Befunden im Bereich der intentionalen und funktionalen Erziehung. Sie um­fasst als Hauptgebiete die Bereiche der Familie, der Vorschule, der Schule, der Universität und der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Wichtige Themengebiete sind entwicklungspsychologische und sozialisationstheoretische Grundlagen, Psychologie des Lehrens und Lernens, pädagogisch-psychologische Diagnostik, Individual-, Familien- und Institutionenberatung sowie Familienbeziehungen.

Zweite Schwerpunktfächer (letzte Kohorte):
  1. Organisations- und Wirtschaftspsychologie
  2. Klinische Psychologie und Psychotherapie
  3. Klinische Entwicklungspsychologie
  4. Familienpsychologie
  5. Sozial- und Wirtschaftspsychologie
  6. Neurokognitive Psychologie
  7. Pädagogische Psychologie

Optionales Zusatzfach
Das optionale Zusatzfach stellt ein freiwillig wählbares drittes Schwerpunktfach dar und ist mindestens im Umfang eines zweiten Schwerpunktfachs ohne Projektseminare (mindestens 6 SWS) zu studieren, das Fach Klinische Neuropsychologie jedoch im Umfang des ersten Schwerpunktfachs ohne Projektseminare. Das Fach Markt- und Konsumentenpsychologie ist wird nur als optionales Zusatzfach angeboten.
Bei der Stundenplanung
ist allerdings beachten, dass Terminüberschneidungen mit den 1. und 2. Schwerpunktfächern hier nicht unbedingt zu vermeiden sind. Im Anschluss finden Sie ein allgemeines Beispiel eines Curriculums der Wahlpflichtveranstaltungen für das Studium der Schwerpunktfächer.

Allgemeines Curriculum der Schwerpunktfächer


1. Schwerpunktfach (Anlage 5 DPO)


2. Schwerpunktfach und OZ (Anl. 5 DPO)

   
    6. Semester (Sommersemester)


   

1. Seminar (2 SWS, 4 Wahlleistungspunkte) 

2. Seminar (2 SWS, 4 Wahlleistungspunkte)

UK Spezielle diagnostische Verfahren
(4 SWS, 8 Wahlleistungspunkte)



Seminar bzw. Vorlesung
(2 SWS, 4 Wahlleistungspunkte)

    7. Semester (Wintersemester)

    



UK Intervention (2 SWS, 4 Wahlleistungspunkte)

Seminar (2 SWS, 4 Wahlleistungspunkte)

UK Projekt I (3 SWS, 6 Wahlleistungspunkte, nicht für OZ)

    8. Semester (Sommersemester)

   

UK Projekt I (3 SWS, 6 Wahlleistungspunkte)  


Seminar (2 SWS, 4 Wahlleistungspunkte)

UK Projekt II (3 SWS, 6 Wahlleistungspunkte, nicht für OZ)

   9. Semester (Sommersemester)

Begriffe und Abkürzungen:
SWS: Semesterwochenstunden
UK: Unterricht in Kleingruppen (bis zu 15 Studierende)
Sigel: offizielle Bezeichnung der Veranstaltung 
OZ: optionales Zusatzfach ("3. Schwerpunktfach")

UK Projekt II (3 SWS, 6 Wahlleistungspunkte)


Grundlagenvertiefung

Die Grundlagenvertiefung bezieht sich auf die im Grundstudium studierten Fächer und vertieft die im Grundstudium erworbenen Kenntnisse durch Erarbeitung der neuesten Literatur. Das Lehrangebot wird von den Fächern des Grundstudiums gestellt; aus diesem Angebot können die Lehrveranstaltungen gewählt werden, wobei allerdings die im Rahmen des Curriculums des jeweils gewählten ersten oder zweiten Schwerpunktfachs gemachten inhaltlichen Empfehlungen berücksichtigt werden sollen. Der Prüfungsausschuss veröffentlicht jedes Semester eine Liste der als Grundlagenvertiefung wählbaren Fächer.

Nichtpsychologisches Wahlpflichtfach
Das Nichtpsychologische Wahlpflichtfach im Diplomstudiengang Psychologie soll den Studierenden die Möglichkeit einräumen, über die Grenzen der eigenen Wissenschaftsdisziplin hinaus eine andere Wissenschaft, deren Erkenntnisinteresse und Methoden in den Grundlagen kennen zu lernen und zu erfahren. Das Studium eines nichtpsychologischen Fachs soll die Berufsqualifikation des Psychologen und der Psychologin fördern und erweitern. Als nichtpsychologisches Wahlpflichtfach kann jedes Fach gewählt werden, das an den Fakultäten 04 und 05 sowie 09 bis 15 Promotionsfach ist. Auf Antrag sind weitere Fächer wählbar. Es empfiehlt sich aber, bei der Wahl des nichtpsychologischen Wahlpflichtfachs auf einen sinnvollen Zusammenhang mit den individuellen Zielen des Studiums zu achten.
Als Nichtpsychologisches Wahlpflichtfach muss das Fach Psychopathologie gewählt werden, wenn als eines der Schwerpunktfächer
 

- Angewandte Sozialpsychologie: Beratung in psychosozialen Institutionen

- Familienpsychologie

- Tiefenpsychologie: Psychodynamische Diagnostik, Beratung und Fokaltherapie

- Klinische Entwicklungspsychologie

- Klinische Neuropsychologie

- Klinische Psychologie und Psychotherapie

- Pädagogische Psychologie


gewählt wurde. Ausnahmen von dieser Regel bedürfen der schriftlichen Zustimmung des Prüfungsausschusses.

In allen anderen Fällen kann Psychopathologie oder ein anderes Fach gewählt werden, das in den Fakultäten 04 und 05 sowie 09 bis 15 (s. grünes Vorlesungsverzeichnis) Promotionsfach ist (Auskunft gibt auch das Prüfungsamt); solch ein anderes Fach kann vom Prüfungsausschuss auf schriftlichen Antrag zugelassen werden, wenn es in sinnvollem Zusammenhang mit den Zielen des Studiengangs steht und von mindestens einer hauptberuflich an der Ludwig-Maximilians-Universität München tätigen prüfungs­berechtigten Lehrperson vertreten wird (z.B. BWL oder Teilgebiete der Medizin, etwa Neurophysiologie). Der Erwerb von Leistungspunkten und die Modalitäten hierzu werden in der Regel von den Studierenden selbst mit diesen Lehrpersonen individuell vereinbart.

 

Psychopathologie
Die Psychopathologie befasst sich mit psychischen Störungen. Ziel des Studiums ist das Erkennen von Symptomen im gesamten Bereich psychischer Funktionen, z.B. Bewusstsein, Orientierung, Denken, Gedächtnis, Aufmerksamkeit und der Persönlichkeit als Ganzes. Ebenfalls soll die diagnostische Einordnung der psychischen Störungen im Hinblick auf ihre Ursachen gelernt werden. Psychiatrische Krankheits­bilder als Ganzes (Nosologie) sollen in Bezug auf ihre Symptomatik und Ätiologie erkannt werden, unter besonderer Berücksichtigung der Möglichkeiten und Gren­zen biologischer und nichtbiologischer Therapieverfahren.

Außenpraktikum
Nach dem Vordiplom sind studiebegleitende Praktika in einer Gesamtdauer von mindestens 3 Monaten zu absolvieren. Teilpraktika müssen mindestens 6 Wochen oder 240 Stunden dauern und sollen in jeweils unterschiedlichen Einrichtungen abgeleistet werden. Näheres zur
Anerkennung von Praktikumsleistungen bis hin zur Vermittlung von Praktikumsstellen erfährt man auf meiner Praktikumsseite. Die freiwillige Ableistung längerer oder weiterer Praktika (auch Auslandspraktika) ist dringend zu empfehlen, da sich nicht selten die Möglichkeit zu einer späteren Übernahme in ein Beschäftigungsverhältnis ergibt, vor allem dann, wenn es sich bei den Praktikumsstellen um größere Institutionen, Betriebe oder Firmen handelt.

Diplomarbeit
Das Diplomarbeitsthema
ist nicht notwendig an die gewählten Schwerpunktfächer gebunden und wird ohne besondere Fristen mit einem Antragsformular beim Prüfungsamt beantragt. Die Bearbeitungsdauer beträgt 6 Monate, die im Ausnahmefall auf schriftlichen Antrag (Formulare im Prüfungsamt) um max. 3 Monate verlängert werden kann. Die Betreuer(innen) der Diplomarbeit müssen dafür sorgen, dass die Arbeit auch wirklich innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen werden kann. Die Studierenden müssen zusätzlich an 12 Sitzungen (von jeweils ca. 2 Seminarstunden) eines Diplomandenkolloquiums teilnehmen. Hierüber sowie für die beiden Kurzreferate zu ihrer Diplomarbeit erhalten sie eine Teilnahmebescheinigung.

Mündliche Abschlussprüfung
Diese muss im Prüfungsamt angemeldet werden und besteht aus zwei 30minütigen Einzelprüfungen im ersten und zweiten Schwerpunktfach zum Erwerb von je 10 Wahlleistungspunkten. Es kommt noch eine dritte Prüfung hinzu, wenn ein optionales Zusatzfach gewählt wurde. Voraussetzung für die Anmeldung ist die Abgabe der Diplomarbeit sowie alle Leistungspunkte außer denen im Nichtpsychologischen Wahlpflichtfach. Diese sind aber spätestens am Ende des Semesters nachzuweisen, in dem die mündlichen Prüfungen abgeschlossen werden. Ferner müssen zur Prüfungsanmeldung die gestempelten Originale der Praktikumsbestätigungen und jeweils eine Kopie vorgelegt werden. Die genauen Termine für die Anmeldung u.v.m. finden Sie auf den Seiten des Prüfungsamts. Die Prüfungszeiträume liegen zwischen Mitte Februar und Ende März bzw. Mitte August und Ende September. Die endgültigen Prüfungstermine und -inhalte sollen von den Kandidat(inn)en selbst mit den zugeteilten Prüfern abgestimmt werden.

Höchststudiendauer
Die Höchststudiendauer im zweiten Studienabschnitt beträgt 5 Semester. Sie kann ohne Antrag nur um zwei Semester überschritten werden. Eine weitere Überschreitung ist in der Regel nicht möglich, es sei denn, es wird bei Prüfungsamt ein Verlängerungsantrag gestellt und durch Krankheit oder andere gravierende, vom Studierenden nicht selbst zu verantwortende Bedingungen begründet. Urlaubssemester (z.b. wegen Praktikum, Auslandsaufenthalt, Elternzeit, Krankheit) zählen hierbei nicht als Studiensemester. Prüfungen oder prüfungswerte Leistungen innerhalb eines Urlaubssemesters können jedoch nur bei Beurlaubung wegen Elternzeit erbracht werden, nähere Auskünfte bekommt man beim Prüfungsamt.



Allgemeiner Studienplan für den 2. Studienabschnitt Diplom-Psychologie



Emp­feh­lung für Seme­ster

Lehrveranstaltungen

in den Fächern

Zahl der SWS

Veran­stal­tungs­art

Leistungspunkte

5

Arbeits- und Organisationspsychologie

2

V

4

5

Arbeits- und Organisationspsychologie

2

V

4

5

Pädagogische Psychologie

2

V

4

5

Pädagogische Psychologie

2

S

4

5

Klinische Psychologie und Psychotherapie

2

V

4

5

Klinische Psychologie und Psychotherapie

2

S

4

5

Psychologische Diagnostik (Grundlagen)

2

V

4

 

Zwischensumme

14

 

28

6

Evaluation und Forschungsmethodik

2

V

4

6

Psychologische Diagnostik (Testtheorie)

2

V

4

6

Erstes Schwerpunktfach

2

S

4

6

Erstes Schwerpunktfach

2

S

4

6

Erstes Schwerpunktfach (spezielle diagnostische Verfahren)

4

UK

8

6

Zweites Schwerpunktfach

2

V

4

 

Zwischensumme

14

 

28

7

Psychologische Diagnostik (Testtheorie)

2

S

4

7

Erstes Schwerpunktfach  (Intervention)

2

UK

4

7

Zweites Schwerpunktfach

2

S

4

7

Nichtpsychologisches Wahlpflichtfach

2

V

4

7

Evaluation und Forschungsmethodik

2

V

4

7

Zweites Schwerpunktfach (Projektseminare 1. Teil)

3

UK

6

 

Zwischensumme

13

 

26

8

Diplomandenkolloquium

2

Ü

0

8

Zweites Schwerpunktfach

2

S

4

8

Erstes Schwerpunktfach (Projektseminare 1. Teil)

3

UK

6

8

Grundlagenvertiefung

2

S

4

8

Nichtpsychologisches Wahlpflichtfach

2

V/S

4

8

Zweites Schwerpunktfach (Projektseminare 2. Teil)

3

UK

6

8

Evaluation und Forschungsmethodik

2

S

4

 

Zwischensumme

16

 

28

9

Erstes Schwerpunktfach (Projektseminare 2. Teil)

3

UK

6

 

Einreichung der Diplomarbeit

 

 

30

 

mündliche Abschlussprüfung im Ersten Schwerpunktfach

 

 

10

 

mündliche Abschlussprüfung im Zweiten Schwerpunktfach

 

 

10

 

Zwischensumme

3

 

56

 

Gesamtsumme

60

 

166


Abkürzungen: SWS = Semesterwochenstunden; V = Vorlesung; V/S Vorlesung oder Seminar; UK = praxisorientiertes Seminar mit max. 20 Teilnehmer(inne)n.

Bei diesem Plan handelt es sich ausdrücklich nur um eine Empfehlung des Prüfungsamts, bei deren Einhaltung ein reibungsloser Studienablauf und ein Abschluß im 9. oder 10. Semester am wahrscheinlichsten ist. Abweichungen im Zeitplan nach vorne oder hinten sind möglich, ziehen aber manchmal organisatorische oder curriculare Probleme nach sich und sollten mit den jeweiligen Dozenten besprochen werden.

Im Anschluß finden Sie die Anlagen 4 bis 6 aus der DPO, woraus die Bezeichnung und Beschreibung der Veranstaltungen und Leistungen hervorgeht, die Sie zur Erreichung der Pflicht- und Wahlleistungspunkte im Hauptstudium brauchen.

Anlage 4: Pflichtleistungspunkte im Hauptstudium

Veranstaltungs-Sigel
beginnt mit
Bezeichnung des Fachs zur jeweiligenVeranstaltung
(mit laufender Nummer)
Art der
Veranstaltung

SWS
Leistungs-
punkte

PSY/401...

01 Arbeits- und Organisationspsychologie I

V

2

4

PSY/402...

02 Arbeits- und Organisationspsychologie II

V

2

4

alternativ (401 + 402):
 PSY/403...

03 Arbeits- und Organisationspsychologisches Proseminar

V

4

8

PSY/404...

04 Pädagogische Psychologie

V

2

4

PSY/405...

05 Pädagogische Psychologie

S

2

4

PSY/406...

06 Klinische Psychologie und Psychotherapie

V

2

4

PSY/407...

07 Klinische Psychologie und Psychotherapie

S

2

4

PSY/408...

08 Evaluation und Forschungsmethodik I

V

2

4

PSY/409...

09 Evaluation und Forschungsmethodik II

V

2

4

PSY/410...

10 Evaluation und Forschungsmethodik

S

2

4

PSY/411...

11 Psychologische Diagnostik (Grundlagen)

V

2

4

PSY/412...

12 Psychologische Diagnostik (Testtheorie)

V

2

4

PSY/413...

13 Psychologische Diagnostik (Testtheorie)

S

2

4

 

Zwischensumme

 

24

48

                                                                                                                                        

Anlage 5: Wahlleistungspunkte im Hauptstudium                                                                                                                                           

Veranstaltungs-Sigel
beginnt mit
Bezeichnung des Fachs zur jeweiligenVeranstaltung
(mit laufender Nummer)
Art der
Veranstaltung

SWS
Leistungs-
punkte

PSY/501...

01 Erstes Schwerpunktfach

S

2

4

01 Erstes Schwerpunktfach

S

2

4

PSY/502...

02 Erstes Schwerpunktfach (Spezielle diagnostische Verfahren)

UK

4

8

PSY/503...

03 Erstes Schwerpunktfach (Intervention)

UK

2

4

PSY/504...

04 Erstes Schwerpunktfach (Projektseminare)

UK

6

12

PSY/505...

05 Zweites Schwerpunktfach

V/S

2

4

PSY/506...

06 Zweites Schwerpunktfach

S

2

4

06 Zweites Schwerpunktfach

S

2

4

PSY/507...

07 Zweites Schwerpunktfach (Projektseminare)

UK

6

12

PSY/508...

08 Grundlagenvertiefung

S

2

4

PSY/509...

09 Nichtpsychologisches Wahlpflichtfach

V

2

4

09 Nichtpsychologisches Wahlpflichtfach

V/S

2

4

 

Zwischensumme

 

34

68



Anlage 6: Leistungspunkte zur Diplomprüfung

Pflichtleistungspunkte 48
Wahlleistungspunkte 68
Diplomarbeit 30
Mündliche Abschlussprüfung im 1. Schwerpunktfach 10
Mündliche Abschlussprüfung im 2. Schwerpunktfach 10
Gesamtsumme 166
                                                                                                                            

Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltungen in Anlage 4 und 5 der DPO nunmehr mit laufenden Nummern versehen sind, was die eindeutige Zuordnung aus dem
Sigel zur Veranstaltung (Stelle 6 und 7) erleichtert. Das Sigel ist die offizielle und eindeutige Bezeichnung einer Lehrveranstaltung und soll in jeder Ankündigung enthalten sein, da bei Veranstaltungen ohne Sigel in der Regel keine Leistungspunkte erworben werden können. Relevant für die Identifizierung sind die ersten 7 Stellen (Spalte 1 in den beiden obigen Tabellen). Als Beispiele finden Sie gleich im Anschluss die Sigel zum Curriculum für Klinische Psychologie und Psychotherapie.



Klinische Psychologie und Psychotherapie

 
Gegenstand: Psychische Störungen (mental disorders) und andere Beeinträchtigungen des Erlebens und Verhaltens
 
1. Störungslehre oder Nosologie:
2. Diagnostik:    
3. Intervention: 
4. Forschung:  
5. Spezielle Aspekte der Methodenlehre:
6. Curriculum Klinische Psychologie (Bachelor) sowie Klinische Psychologie und Psychotherapie (Diplom und Master KlinKogNeuro)

Nachfolgend finden Sie tabellarische Darstellungen der Veranstaltungen des Anwendungsgebiets Klinische Psychologie im Bachelorstudiengang und für Klinische Psychologie und Psychotherapie im Anwendungs-, ersten und zweiten Schwerpunktfach des Diplomstudiengangs sowie des Masterstudiengangs Klinische Psychologie und Kognitive Neurowissenschaft. Bitte beachten Sie, dass nicht jedes Semester alle Veranstaltungen angeboten werden können. So gibt es im Wintersemester die Veranstaltungen zum 3., 5., 7. und 9. Semester und im Sommersemester die Veranstaltungen zum 4., 6. und 8. Semester.

Bachelorstudiengang

Anwendungsgebiet Klinische Psychologie


3. Semester (Wintersemester)


Vorlesung (2 SWS, Modul WP1.1: Anwendungsgebiet „Klinische Psychologie“ – Basismodul, Teil 1)
Grundlagen der Klinischen Psychologie (Geschichte, Störungslehre und Diagnostik)


4. Semester (Sommersemester)


Vorlesung (2 SWS, Modul WP1.2: Anwendungsgebiet „Klinische Psychologie“ – Basismodul, Teil 2)
Vertiefung in Klinischer Psychologie (Störungslehre, Diagnostik und Intervention)
Modulprüfung: Klausur (90 min.)


5. Semester (Wintersemester)


Seminar 1 zu einem Spezialthema (2 SWS, Modul WP5.1 Anwendungsgebiet Klinische Psychologie – Aufbaumodul, Teil 1)
Modulteilprüfung: Referat (30 min.) und Hausarbeit (ca. 12.500 Zeichen)

UK Diagnostik & Intervention (4 SWS, Modul WP5.2 Anwendungsgebiet Klinische Psychologie – Aufbaumodul, Teil 1)
Modulteilprüfung: Referat (30 min.) und Hausarbeit (ca. 25.000 Zeichen)

Vorlesung (2 SWS, für Studierende mit Nebenfach Psychologie)
Grundlagen des Anwendungsgebiets Klinische Psychologie
Modulteilprüfung: Klausur (90 min.)



6. Semester (Sommersemester)


  Seminar 2 zu einem Spezialthema (2 SWS, Modul WP5.3:
  Anwendungsgebiet „Klinische Psychologie“ – Aufbaumodul, Teil 2)
  Modulteilprüfung: Referat (30 min.) und schriftliche Ausarbeitung (ca. 12.500 Zeichen)


  UK Kolloquium zur Bachelorarbeit (2 SWS, Modul P16.1)
  falls die Arbeit von der Klinischen Psychologie betreut wird: Modulteilprüfung: Referat (30 min.)

Begriffe und Abkürzungen:
SWS: Semesterwochenstunden; UK: Unterricht in Kleingruppen (bis zu 20 Studierende)

 


Diplomstudiengang

Anwendungsfach (Anlage 4 DPO)


5. Semester (Wintersemester)


Vorlesung (2 SWS, Sigel: PSY/406KP0+000000/04 auch für Bachelor: Klinische Psychologie - Basismodul, Teil 1)
Einführung in die Klinische Psychologie – Geschichte, Störungslehre, Diagnostik und Intervention

Seminar (2 SWS, Sigel: PSY/407KP0+000000/04)     
Klinische Psychologie - Modelle und Störungen

1. Schwerpunktfach (Anlage 5 DPO)

2. Schwerpunktfach und OZ (Anlage 5 DPO)


6. Semester (Sommersemester)

6. Semester (Sommersemester)

1. Seminar (2 SWS, Sigel: PSY/501KP1+000000/04) 
Klinische Forschung

2. Seminar (2 SWS, Sigel: PSY/501KP1+000000/04) Intervention I - Überblick über verschiedene Verfahren

UK (4 SWS, Sigel: PSY/502KP1+000000/08)
Spezielle diagnostische Verfahren in der Klinischen Psychologie

 

 

Seminar (2 SWS, Sigel: PSY/505KP2+000000/04)
Störungslehre und  Klassifikation nach DSM und ICD


7. Semester (Wintersemester)

 
7. Semester (Wintersemester)



UK (2 SWS, Sigel: PSY/503KP1+000000/04)
Intervention II - Anwendungsbeispiele

Seminar (2 SWS, Sigel: PSY/506KP2+000000/04)
Standardverfahren der klinisch-psychologischen Diagnostik

UK (3 SWS, Sigel: PSY/507KP2+000000/06 nicht OZ) Projekt I

Nichtpsychologisches Wahlpflichtfach (Vorlesung, 2 SWS, Sigel: PSY/509NW0+000000/04)
Psychopathologie und psychiatrische Krankheitslehre (I)


8. Semester (Sommersemester)


8. Semester (Sommersemester)

 UK (3 SWS, Sigel: PSY/504KP1+000000/06)
 Projekt I 

 Diplomandenkolloquium
(falls die Diplomarbeit von der Klinischen Psychologie betreut wird, 2 SWS, Sigel: PSY/000N00+000000/00) 

 Seminar (2 SWS, Sigel: PSY/506KP2+000000/04)
 Klinisch-psychologische Intervention

 UK (3 SWS, Sigel: PSY/507KP2+000000/06 nicht OZ)
 Projekt II

Nichtpsychologisches Wahlpflichtfach (Vorlesung, 2 SWS, Sigel: PSY/509NW0+000000/04)
Psychopathologie und psychiatrische Krankheitslehre (II)

  9. Semester (Wintersemester)

 Begriffe und Abkürzungen:
 SWS: Semesterwochenstunden
 UK: Unterricht in Kleingruppen (bis zu 20 Studierende)
 Sigel: offizielle Bezeichnung der Veranstaltung
 OZ: optionales Zusatzfach ("3. Schwerpunktfach")

UK (3 SWS, Sigel: PSY/504KP1+000000/06)
Projekt II



Masterstudiengang (KlinKogNeuro)

Basismodul und Modul Forschungskompetenz


1. Semester (Wintersemester)


P 1.2 Klinisch-psychologische Grundlagenvertiefung (geblockte Vorlesung, 2 SWS, MTP: A)

P 3.1 Methoden der Psychotherapieforschung (Vorlesung, 2 SWS, MTP: A)

Spezialisierung "Klinische Psychologie und Psychotherapie"


2. Semester (Sommersemester)


WP 3 Klinische Psychologie und Psychotherapie: Vertiefung und Forschung (MP: C)


WP 3.1 Klassifikation und Störungslehre (UK, 2 SWS)

WP 3.2 Klinisch-diagnostische Verfahren (UK, 2 SWS)

WP 3.3 Klinisch-psychologische Forschung  (UK, 2 SWS)


WP 3.4 Intervention 1: Verfahren bei Kindern und Jugendlichen (UK, 2 SWS)

WP 3.5 Planung und Auswertung klinisch-empirischer Studien (UK, 2 SWS)



3. Semester (Wintersemester)

 
 
WP 7 Klinische Psychologie und Psychotherapie: Anwendung und Projekt (MP: B)


  WP 7.1 Intervention 2: Verfahren bei Erwachsenen (UK, 2 SWS)

  WP 7.2 Projekt 1: Praxis der klinisch-psychologischen Diagnostik (UK, 2 SWS)

  WP 7.3 Projekt 2: Praxis der klinisch-psychologischen Therapie (UK, 4 SWS)


  P 6 / I  Forschung

 
P 6.1 Forschungskolloquium (Kolloquium, 2 SWS)


Begriffe und Abkürzungen:
SWS: Semesterwochenstunden; UK: Unterricht in Kleingruppen (bis zu 20 Studierende)
MTP: Modulteilprüfung; MP: Modulprüfung



Weiterhin bieten wir eine ganze Reihe von
praxisorientierten Seminaren von Privatdozenten und Lehrbeauftragten an, in denen allerdings keine Leistungspunkte erworben werden können. Deren Besuch ist also freiwillig, wird aber dennoch sehr empfohlen, da er in begrenztem Rahmen dem Erwerb von Zusatzqualifikationen schon während des Studiums dient und sich bei späteren Bewerbungen positiv auswirken kann. Hierzu können Sie vom Prüfungsamt anhand der erworbenen Teilnahmebestätigungen einen Eintrag in ihren Leistungspunkteauszug vornehmen lassen.

Schließlich biete ich Ihnen noch spezielle Hinweise zur mündlichen Diplomprüfung in Klinischer Psychologie und Psychotherapie und eine Liste der Prüfer(innen).




Stundenplan der Pflicht- und Wahlpflichtveranstaltungen Klinische Psychologie im WS 2011/12
(MSc: 1., BSc: 3. und 5., DPO: 7. und 9. Semester)
 
1. Semester (Klinische Psychologie und Kognitive Neurowissenschaft / MSc)
    
Vorlesung „Klinisch-psycholog. Grundlagenvertiefung“     2 SWS        Butollo (Block)

Vorlesung: Methoden der Psychotherapieforschung        2 SWS            Mi 14-16  Butollo

UK Klin.-psych. Störungsbilder bei Kindern u. Jugendl. I    2 SWS       Fr 10-12 Allgaier
UK Klin.-psych. Störungsbilder bei Kindern u. Jugendl. I    2 SWS       Fr 14-16 Allgaier

3. Semester (Anwendungsgebiet Klinische Psychologie / BSc) +
5. Semester (Nebenfach Klinische Psychologie)

Vorlesung „Einführung in die Klinische Psychologie“     2 SWS            Butollo (Do 16-18)
bzw. „Grundlagen des Anwendungsgebiets Klinische Psychologie“

5. Semester (Anwendungsgebiet Klinische Psychologie / BSc)

Seminar 1 zu einem Spezialthema                                      2 SWS          Piesbergen (Mi 16-18)
Seminar 1 zu einem Spezialthema                                      2 SWS          Dittmann (Do 12-14)
Seminar 1 zu einem Spezialthema                                      2 SWS          Kruse (Do 12-14
Seminar 1 zu einem Spezialthema                                      2 SWS          König (Mi 16-18)

UK (Diagnostik und Intervention)                                     4 SWS          Piesbergen (Di 14-18)
UK (Diagnostik und Intervention)                                     4 SWS          Piesbergen (Do 16-20)
UK (Diagnostik und Intervention)                                     4 SWS          König (Mo 10-14)
UK (Diagnostik und Intervention)                                     4 SWS          Maragkos (Mo 10-14)
UK (Diagnostik und Intervention)                                     4 SWS          Landes (Di 14-18)
UK (Diagnostik und Intervention)                                     4 SWS          Metz (Di 14-18)

7. Semester (1. Schwerpunkt Klinische Psychologie / DPO-Nachzügler)

UK Intervention II                                                             2 SWS         Krüsmann

9. Semester (1. Schwerpunkt Klinische Psychologie / DPO, letzte Kohorte)

UK Projekt II                                                                     3 SWS         Krüsmann
UK Projekt II                                                                     3 SWS         Maragkos
UK Projekt II                                                                     3 SWS         Goldmann
UK Projekt II                                                                     3 SWS         Butollo

Bachelor/Diplomandenseminar                                          2 SWS         Butollo


Zur Beachtung:




Vorbereitung des Berufseinstiegs schon während des Studiums


Breit ausgebildete Psychologen sind vielfältig einsetzbar und haben daher langfristig gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dies erfordert jedoch auch ein „breites“, ernsthaftes Studieren, in dem vorurteilsfrei die unterschiedlichen Denkrichtungen und Fächer der Psychologie kennen gelernt werden. Darüber hinaus sollte bereits am Anfang des Studiums bedacht werden, dass in vielen außerpsychologischen Arbeitsfeldern (etwa in der sozialwissenschaftlichen Forschung, in der Marktforschung, in der medizinischen Forschung usw.) die methodischen, insbesondere Statistikkenntnisse des gut ausgebildeten Psychologen gefragte Qualifikationen auf dem Arbeitsmarkt darstellen. Die Methodenausbildung sollte daher einen besonders wichtigen Stellenwert im Studium einnehmen.

Darüber hinaus können und sollten bereits während des Studiums berufsbezogene Weiterbildungsangebote wahrgenommen werden. Das Lehrangebot des Departments Psychologie beinhaltet vielfältige Angebote zum Erwerb praxisbezogener Basiskompetenzen, von denen manche bereits in den ersten Semestern genutzt werden sollten. Beispielhaft seien hier Seminare und Zusatzausbildungen zu folgenden Themen genannt:

Bei den im Studium vorgeschriebenen Außenpraktika bietet sich nicht selten die Möglichkeit zu einer später gefragten ersten Qualifikation oder für eine spätere Übernahme in ein Beschäftigungsverhältnis, vor allem dann, wenn es sich bei den Praktikumsstellen um größere Institutionen, Betriebe oder Firmen handelt.

Ferner sind neben guten Englischkenntnissen in Sprache und Schrift weitere Fremdsprachen sehr nützlich, um in Gebieten mit freien Stellenkapazitäten (z.B. Norwegen) beruflich Fuß fassen zu können, denn ohne die sichere Beherrschung der jeweiligen Landessprache besteht wenig Chance, sich differenziert und nuanciert ausdrücken zu können bzw. die subtile Bedeutungsvielfalt adäquat verstehen zu können.

Ergänzend zu guten Fremdsprachenkenntnissen sind auch die zugehörigen Auslandsaufenthalte zu nennen (ERASMUS/SOKRATES-Programm, Sommerschulen), die sich insbesondere günstig bei Spezialisierung auf Forschung und Lehre, aber auch bei Bewerbungen um Stellen im markt-, werbe- und organisationspsycholgischen Bereich auswirken.

Mittlerweile nahezu selbstverständlich sind im Psychologiestudium wie auch im späteren Berufsleben gute EDV-Kenntnisse, insbesondere von Standardsoftware wie Word, Powerpoint, EXCEL und SPSS. Wer sich darüber hinaus weitere Kompetenzen in spezielleren Computeranwendungen verschafft (z.B. Versuchssteuerung, Webdesign, Programmiersprachen) hat in fast allen Bereichen der Psychologie bessere Chancen als Bewerber ohne entsprechende EDV-Kenntnisse.

Für die Wettbewerbsfähigkeit auf dem heutigen Arbeitsmarkt sind außer soliden theoretischen Grundkenntnissen auch praktische Kompetenzen erforderlich, die zum Teil im Rahmen des Studiums vermittelt werden bzw. erworben werden sollten. Zu nennen sind hier insbesondere:

Mit dem Abschluss des Studiums ist die berufliche Bildung für Psychologen und Psychologinnen noch nicht beendet. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse im jeweiligen Fachgebiet bzw. in benachbarten Disziplinen erfordern eine laufende Anpassung und Vertiefung des eigenen Wissensstands. Grundsätzlich wird sich also die Notwendigkeit der Weiterbildung durch das ganze Berufsleben ziehen. Daraus ergibt sich auch für Studierende der Psychologie die Möglichkeit, außeruniversitäre Weiterbildungsangebote bereits während des Studiums zu nutzen. Hierfür steht eine Vielzahl von Bildungsangeboten zur Verfügung. In Lehrgängen und Seminaren zu Themen wie Neuropsychologie, Entwicklungspsychologie, Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie oder Psychotherapie können sie ihre Kenntnisse aufbauen, erweitern oder aktuell halten. Einschränkend wirkt allerdings die Tatsache, dass diese Angebote fast ausnahmslos mit Kosten verbunden sind.



Berufsfelder und -aussichten für Psycholog(inn)en

Psycholog(inn)en bietet sich nach dem Hochschulstudium ein breites Spektrum an Tätigkeitsfeldern. Die bereits im Studium aufgezeigten Schwerpunkte finden sich auch in ihren beruflichen Ansatzmöglichkeiten wieder. Sie arbeiten z.B. in Beratungsstellen, in Kliniken, Wirtschaftsunternehmen, aber auch bei Technischen Überwachungsvereinen oder Dienststellen der Bundeswehr. Darüber hinaus können sie auch in der Ausbildung oder in pädagogischen Bereichen wie Schulen, Heimen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung beschäftigt sein. Im Folgenden sind wichtige psychologische Aufgabenfelder dargestellt.

Gesundheitsbereich / Klinische Psychologie
Das größte Einsatzgebiet für Psychologen eröffnet sich in der Klinischen Psychologie, tatsächlich sind mehr als die Hälfte aller berufstätigen Psychologen dem klinischen Bereich zuzuordnen. Klinische Psychologen sind anzutreffen in medizinischen Kliniken, insbesondere in den Abteilungen für Neurologie, Psychotherapie und Psychiatrie. Ein anderes wesentliches Einsatzgebiet für Klinische Psychologen/Psychologische Psychotherapeuten sind die zahlreichen Beratungsstellen in kommunaler, kirchlicher oder freie Trägerschaft. Drogen-, Erziehungs-, Familien- und Eheberatung sind hierbei die wesentlichen Betätigungsfelder. Ebenso findet man klinische Psychologen in sonderpädagogischen Einrichtungen, z.B. für schwer erziehbare Kinder und Jugendliche und in Behinderteneinrichtungen. Auch in Einrichtungen der medizinischen und beruflichen Rehabilitation finden sich neben den diagnostisch ausgerichteten Psychologen klinisch-psychotherapeutisch tätige Psychologen. Typische Arbeitsfelder Klinischer Psychologen sind:

Lehre und Forschung
Nach der Klinischen Psychologie ist das zweitgrößte Betätigungsfeld für beruflich tätige Psychologen der Bereich Lehre und Forschung mit einem Anteil von immerhin 15%. Diese Positionen stehen besonders qualifizierten Absolventen der Psychologie (Diplom/Master) zur Verfügung, wobei es sich zumeist um Einstellungen im Hochschulbereich, beispielsweise als wissenschaftlicher Mitarbeiter(in) oder Assistent (in) handelt. Ziel ist hier in der Regel die Erlangung einer Professur. Ein kleiner Teil dieser Psychologen arbeitet auch an Fachhochschulen sowie an außeruniversitären Lehr- und Forschungseinrichtungen, beispielsweise an Max-Planck-Instituten, Erziehungsfachschulen oder an privaten wissenschaftlichen Instituten.

Arbeits-, Wirtschafts- und Organisationsbereich
Der Anteil der Psycholog(inn)en, die eine Beschäftigung im Bereich der Wirtschaft gefunden haben, ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Diese Entwicklung geht einher mit der wachsenden Bedeutung von Personalauswahl, Personal- und Organisationsentwicklung und innerbetrieblicher Aus-, Fort- und Weiterbildung. Dies sind typische Einsatzfelder von Wirtschaftspsychologen. Weitere Tätigkeitsbereiche befinden sich in den Bereichen Arbeitsgestaltung/Arbeitsschutz, berufliche Rehabilitation und Integration Behinderter und Qualitätsmanagement. Typische Tätigkeitsfelder sind:

Marktforschung und Werbung
Auch der Anteil der in der Marktforschung und Werbung tätigen Psycholog(inn)en hat sich im vergangenen Jahrzehnt deutlich erhöht. Werbe- und Public Relations-Agenturen, Marktforschungsinstitute, Werbe- und Marketingabteilungen von größeren Unternehmen sowie Verlage sind in der Regel die Arbeitgeber der in diesem Bereich tätigen Psychologen. Die Analyse der Bedürfnisse und Wünsche potentieller Kunden sowie die psychologische Wirkung der Produktpräsentation in den Medien stehen im Mittelpunkt der Tätigkeit.

Schulpsychologie, Erziehung, Aus- und Weiterbildungsbereich, Beratung
Etwa 4% der berufstätigen Psycholog(inn)en sind im Bereich der Schulpsychologie beschäftigt. Die Aufgaben sind vielfältig: sie beziehen sich sowohl auf die psychologische Untersuchung einzelner Schüler wie auf die Betreuung ganzer Schulgruppen oder auffälliger Klassenverbände und die Beratung der betroffenen Pädagogen und Eltern. Schullaufbahnberatung sowie die Kontrolle und Verbesserung schulpsychologischer Untersuchungsverfahren sowie Lehrerfortbildung und Schulorganisationsberatung und -entwicklung gehören ebenfalls zu ihren Aufgaben. Dies gilt in allen Bundesländern außer Bayern, weil dort ein eigener Studiengang für "Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt" studiert werden muss.
Wachsender Bedarf an Psycholog(inn)en besteht darüber hinaus im Aus- und Weiterbildungsbereich. Typische Tätigkeiten sind hier:

Verkehrspsychologie
Als eigenständiges Aufgabengebiet hat sich hier die Tätigkeit in den medizinisch-psychologischen Untersuchungsstellen der Technischen Überwachungsvereine (TÜV, Dekra) herauskristallisiert. Im Vordergrund stehen hier neben der psychologischen Eignungsfeststellung der Verkehrstauglichkeit (insbesondere nach Trunkenheit am Steuer) die Verkehrserziehung und die Sicherheits- und Unfallforschung. Neben den Überwachungsvereinen bieten die Bundesanstalt für Straßenwesen, die Bundesanstalt für Flugsicherung und - vereinzelt - die Automobil- und die Luft- und Raumfahrtindustrie Beschäftigung für entsprechend qualifizierte Psycholog(inn)en.

Forensische Psychologie, Gutachter- und Sachverständigenwesen
Die forensische Psychologie gehört zu den kleineren Einsatzgebieten der Psychologie. Es handelt sich hier um Aufgaben bei den Justizbehörden (Gerichten) und im Strafvollzug. Zu den konkreten Aufgaben der Gerichts- und Kriminalpsychologen gehören die psychologische Untersuchung von Untersuchungshäftlingen und Strafgefangenen hinsichtlich der Verantwortlichkeit, der Tatmotivation und der Schuldfähigkeit. Die Überprüfung der Glaubwürdigkeit von Zeugenaussagen, die Einschaltung bei Sorgerechtsproblemen der Familiengerichte, meistens im Rahmen von Ehescheidungsverfahren, sowie diagnostische und beratende Funktionen in den Vollzugseinrichtungen stellen weitere Aufgaben dar. Typische Tätigkeiten in diesem Bereich sind:

Freiberuflicher Psychologischer Psychotherapeut
E
in weiteres wichtiges Betätigungsfeld für Klinische Psychologen/Psychotherapeuten ist die Arbeit in eigener psychotherapeutischer Praxis. Hier steht die Behandlung psychischer Probleme und Erkrankungen unter Anwendung von unterschiedlichen therapeutischen Ansätzen und Methoden im Vordergrund. Im Hauptfachstudium kann sich der Studierende der Psychologe auf die Schwerpunkte Klinische Psychologie und psychologische Behandlungsmethoden spezialisieren. Dabei erarbeitet sich der angehende Psychologe umfassende Kenntnisse über die seelisch-körperliche Gesundheit und Krankheit sowie die Grundlagen der wissenschaftlichen Psychotherapie. Nach Abschluss des Psychologiestudiums (Diplom oder Master) muss eine mindestens dreijährige psychotherapeutische Ausbildung absolviert werden, die für die eigenverantwortliche Ausübung der Psychotherapie qualifiziert.

Das Psychotherapeutengesetz legte erstmals den Abschluss des Studiengangs Psychologie (Diplom/Master, nicht jedoch Bachelor) als Zulassungsvoraussetzung für den Beruf bzw. für die Ausbildung zum/zur Psychologischen Psychotherapeut/in fest und schützte diese Berufsbezeichnung für diejenigen, die eine Approbation (Berufszulassung) aufgrund des Psychotherapeutengesetzes oder als Arzt/Ärztin mit entsprechender Zusatzausbildung besitzen. Ein Psychotherapeut könnte somit ein Psychologe ("Psychologischer Psychotherapeut"), oder ein Mediziner ("Ärztlicher Psychotherapeut") sein - beide dürfen Kinder, Jugendliche und Erwachsene behandeln - oder ein (Sozial-)Pädagoge, der nur für die Therapie von Kindern und Jugendlichen ausgebildet ist ("Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut"). Alle drei haben zusätzlich zu ihrem "Grundberuf" eine psychotherapeutische Zusatzausbildung abgeschlossen.

Derzeit führt die Ausbildung in drei Richtlinienverfahren, nämlich Verhaltenstherapie, Psychoanalyse und der tiefenpsychologisch fundierten Therapie zur Approbation. Andere Methoden wie die Gesprächspsychotherapie, die Gestalttherapie und die systemische Familientherapie werden von den Kassen bisher nicht übernommen, wenn die Behandlung ambulant erfolgt; sie muss ggf. privat bezahlt werden. In Einrichtungen der stationären Versorgung werden diese Verfahren hingegen in beträchtlichem Umfang eingesetzt und von den Kostenträgern - darunter auch den Krankenkassen - finanziert.

Aber auch ohne Approbation ist es möglich Psychotherapie als Heilkunde auszuüben. Die dazu erforderliche Legitimation ist für Inhaber(innen) einer Master-Urkunde oder eines Psychologie-Diploms mit Klinischer Psychologie als eines der Prüfungsfächer in Form einer auf Psychotherapie eingeschränkten Heilpraktikererlaubnis beim jeweiligen Gesundheitsamt ohne zusätzliches Examen erhältlich und kostet derzeit etwa 150€ sowie etwas Verwaltungsaufwand.


Berufsaussichten

Die Vielfalt innerhalb der zuvor dargestellten Bereiche impliziert zunächst auch eine große Angebotsvielfalt auf dem Stellenmarkt. Diese ist jedoch aufgrund der Mittel- und Ressourcenkürzungen in fast allen Bereichen heute nicht mehr gegeben. Somit sind die Chancen, direkt nach dem Studium sofort eine qualifizierte Beschäftigung zu finden relativ gering. Allerdings können Stellenbewerber durch Phantasie und Nischenstrategien z.B. auch durch Blind- bzw. Initiativbewerbung eine Anstellung finden oder sich unter Inanspruchnahme der staatlichen Existenzgründungshilfen selbständig machen. Durch Spezialisierung in nachfolgenden Tätigkeitsfeldern können auch schon während des Studiums Kompetenzen für solche Nischenbereiche erworben werden. Beispiele hierfür sind:

Eine erfreuliche, positive Ausnahme beim Stellenmangel bildet die Tätigkeit als Psychologische(r) Psychotherapeut(in). Angesichts der Tatsache, dass in den nächsten Jahren viele Therapeut(inn)en in Ruhestand gehen, ergibt sich daraus auf längere Sicht sogar ein Mangel an approbierten Psychotherapeut(inn)en. Das bedeutet nahezu eine Jobgarantie für Psychologiestudent(inn)en mit Schwerpunkt Klinische Psychologie und für Interessenten mit Studienwunsch Klinische Psychologie nach Abschluß aller notwendigen Qualifikationen (Diplom/Master + Psychotherapeutenausbildung in einem Richtlinienverfahren). Die Grundlage für diese Prognose bildet ein von der Psychotherapeutenkammer Bayern erstelltes Gutachten vom Februar 2007.



Zur Homepage von C. Piesbergen